Problems of Oriental Philosophy
INTERNATIONAL ACADEMIC SCIENTIFIC JOURNAL
Z. KULİZADE: SEYYED YAHYA BAKUVI

Information und einige Überlegungen über die bevorstehende Internationale Wissenschaftliche Konferenz des Ministeriums für Kultur und Tourismus der Republik Aserbaidschan und des Instituts für Philosophie, Soziologie und Recht der nationalen Wissenschaftsakademie von Aserbaidschan am 2-3. Juli 2013, gewidmet dem Andenken von Seyyid Yahya Bakuvi (zum 550. Todestag)

 

            Zümrüd Gulizade, dr. phil, Hauptwissenschaftlerin der Abteilung für die Geschichte Philosophie und gesellschaftliches Denken des Instituts für Philosophie, Soziologie und Recht der NWAA, Chefredakteurin der Zeitschrift „Probleme der orientalischen Philosophie“

 

Die Internationale wissenschaftliche Konferenzen versammeln die Forscher aus verschiedenen Ländern und Regionen rund um spezifische Fragen und spielen natürlich, eine bedeutende Rolle in der Entwicklung der Wissenschaft. Diese Bedeutung kann erhöht werden, wenn die Organisatoren der Konferenz den Teilnehmern ihr Konzept und Plan im Voraus vorlegen, die das Ziel der Konferenz und die erwarteten Ergebnisse offenbaren.

In diesem Zusammenhang wollen wir eine Reihe der Fragen berühren, die mit den Zielen der Konferenz, gewidmet dem Andenken einer der Begründern der Theorie und Praxis der philosophisch-religiösen Bewegung „Halvatiya“, die historisch alle Länder der islamischen Region und später die Länder der westlichen Kultur umfasste, des aserbaidschanischen Denkers und Gelehrten des 15. Jahrhunderts Seyyid Yahya Bakuvi, zusammengebunden sind. Diese Probleme können, unserer Meinung nach, in den Vorträgen und Diskussionen der Konferenz beleuchtet und ausgewertet werde, und vielleicht können die weitere Entwicklung der wissenschaftlichen Erforschung der Kulturgeschichte fördern.

Berücksichtigend, dass der Schwerpunkt der Aktivitäten von Seyyid Yahya Bakuvi, wie allgemein anerkannt, die Gründung von ihm  der Lehre „Halvatiya“ ist, die eine große Zahl von Anhängern schon in der Zeit des Denkers hatte, gleichzeitig unter Berücksichtigung der Verbreitungsgeographie der Bewegung und seiner Bedeutung im geistigen Leben der nächsten Jahrhunderte, einschließlich die Gegenwart und anbei die ungenügende Erforschung in der wissenschaftlichen Literatur, wollen wir die Möglichkeiten der Teilnehmer der bevorstehenden Konferenz benutzen und über die Website der Zeitschrift "Probleme der orientalischen Philosophie" eine Reihe von Fragen, die sich über die Überlegungen und weitere wissenschaftlichen Forschungen orientieren, stellen und Vorschläge über das Leben und die Tätigkeit von Seyyid Yahya Bakuvi und die Lehre „Halvatiya“ machen.

Unserer Meinung nach ist es zweckdienlich:

1. Präzisierung der wissenschaftlichen Information über das Leben und die Schaffung von Seyyid Yahya Bakuvi, insbesondere über sein handschriftliches und  gedrucktes Erbe. Vorbereitung zum Druck der Bibliographie der Werke des Denkers und Forschungen  über ihn und seiner Bewegung auf den östlichen und westlichen Sprachen.

2. In der gegenwärtigen Phase der Kenntnisse über diese Bewegung eine relativ allgemeine wissenschaftliche Definition seiner theoretischen und praktischen Perspektive als ein qualitativ definiertes, unterschiedlich von Anderen originelles Phänomen zu geben, das seinen Platz in der sufistischen Lehre hat.

3. Die theoretische Ungleichartigkeit, innere Vielfalt und Widersprüche, insbesondere in Bezug auf die Theorie Wahdat al-wujud zu zeigen, die in den theoretisch-philosophischen Traktaten und in der philosophischen Poesie von Aserbaidschan weitverbreitet ist (Baba Kuhi Bakuvi, Ayn al-Kuzat Miyaneji, Mahmud Schabustari, Fadlullah Naimi, Imadaddin Nasimi und viele andere. Siehe: "Die Geschichte der aserbaidschanischen Philosophie" B. I, II, Baku, 2002, 2006) sowie auf das Erbe von Ibn al-Arabi ("Fusus al-Hikam") usw.

4. Die Vielfalt und Besonderheit der Lehre „Halvatiya“ in den Behandlungen der rationalen und irrationalen im Erkenntnisprozess, sowie seine Beziehung zu der weltlichen Wissenschaft im Bildungssystem, insbesondere unter Bezugnahme auf die Erfahrungen der Bildung in der Madrasa von Bakuvi selbst zu erläutern.

5. Die Mehrdeutigkeit des Verhältnisses von „Halvatiya“ zu verschiedenen Richtungen innerhalb des Islam abhängig von Ort, Zeit und Umständen, außerdem seine Beziehung zu anderen Religionen und Ethnien zu beleuchten.

6. Die Definition der sozialen Struktur und sozialen Ansichten der Bewegung zu beachten, ausgehend von den Unterschieden in ihrer Vorstellungen von sozialer Gerechtigkeit, weltlichem Leben und weltlicher Bildung, Behandlung mit einer Frau usw.  Dies kann eine Möglichkeit für die wissenschaftlich-objektive Auswertung der Bewegung im Licht der Grundsätze und Ideale des Humanismus und der Demokratie im globalen Raum schaffen, einen Konsens im Lichte der Ost-West-Konfrontation fördern.

7. Interessant wird die Informationen über die Verhältnisse der Anhänger dieser Strömung zu den orthodoxen religiösen Bewegungen und den Regierungen ihrer Länder in der gegenwärtigen Phase.

8. Die Konferenz könnte ein genaueres Bild von der Beziehung dieser Bewegung mit den auf ihr basierten neuen Strömungen wie Gülschaniya, Rovschaniya, Demirtaschiya und anderen, ihrer Originalität, die im Hinblick auf die Rekonstruktion der Geschichte der islamischen geistigen Kultur der Region notwendig ist, machen; sie könnte eine allgemeine Vorstellung von der Ebene der gegenwärtigen Erforschung der Strömung in der Einheit ihrer Zweige geben.

9. Auf der Konferenz können die Fragen über die psychologischen Ursprünge der Lebensfähigkeit der Theorie und Praxis von „Chalvatiya“, den Ort des psychologischen Faktors bei der Verbreitung der Bewegungen im Westen, in  den Regionen der fremden Kultur, sowie die Möglichkeit ihrer Teilnahme und ihre Rolle im Prozess der kulturellen Globalisierung der modernen Welt mit verschiedenartigen, einschließlich geistigen Krisen als Diskussionsgegenstand vorgestellt werden.

10. Die Konferenz kann auch die Gelegenheit für die Besprechung der zukünftigen Entwicklung dieser Bewegung schaffen.

 

Die Besprechung die obengenannten Fragen im Laufe der Reden auf der Konferenz, auch in der Zukunft als Objekte des Denkens und der Forschungen werde eine positive Rolle bei der Aufklärung der Öffentlichkeit über diese wichtige Erscheinung der sozio-kulturellen Entwicklung spielen, der Forschung und Bewertung der Strömung, ihrer Selbstbehauptung, sowie der Selbsterkenntnis und geistigen Selbstbehauptung ihrer gegenwärtigen Vertreter beitragen. Ein komplexes Herangehen zur Forschung dieser Strömung könnte die Vereinigung, oder weitere Abgrenzung ihrer Zweige fördern.

Die Suche der Antworten auf diese Fragen könnte als Rechtfertigung der Konferenzeinberufung dienen.

Im Idealfall könnte die Konferenz mit der Entscheidung der Gründung einer gemeinsamen Forschung von den Experten zum Abschluss kommen, die aktuellen wissenschaftlichen Informationen über „Chalvatiya“ widerspiegeln sollte; die Beleuchtung der Entwicklung der Strömung; die Gründe der hohen Bedarf daran (von verschiedenen kulturellen Regionen) in den verschiedenen Phasen der Geschichte.

 

Durch die Veröffentlichung unserer Auffassung der Konferenzprobleme, wenn auch ein bisschen spät (Institutsleitung hat über die Konferenz nur am Ende Mai mitgeteilt), hoffen wir auf das Verständnis der Forscher, die vielleicht für unseren Gedanken und Vorschläge interessieren werden.

Wir sind bereit, die Rückmeldungen von Forschern,  sowie ihre Auffassungen der Probleme der sozio-kulturellen Entwicklung, insbesondere der Geschichte der Philosophie der Völker der islamischen Welt im Kontext der Geschichte der globalen geistigen Kultur und Bildung zu veröffentlichen,.

Die gestellten Fragen können und werden durch neue ergänzt werden, weil die Frage - Anfang der Wahrheitssuche ist.

Wir informieren, dass die Antworten auf die gestellte Fragen einigermaßen auch in den dem Erbe von Seyyid Yahya Bakuvi und anderen Vertreter der Bewegung „Chalvatiya“ gewidmeten Forschungen der aserbaidschanischen Wissenschaftler widergespiegelt wurden. Die Aufmerksamkeit der Konferenzteilnehmer kann die Information über den Denker und die Bewegung in den Forschungen der aserbaidschanischen Wissenschaftler auf sich ziehen, insbesondere die monographische Forschung von J. Hajiyev über das Erbe des Scheichs von „Chalvatiya“ Yusif Mouskouri, die in Stockholm im Jahre 2006 in 4 Sprachen - Aserbaidschanisch, Türkisch, Russisch und Englisch veröffentlicht wurde.

Ihre Dissertation über die Bewegung „Chalvatiya“ beedet  aserbaidschanische Forscherin der Bewegung „Gülschaniya“ Nasrin Alasgarova. Zu den letzteren, in der Republik veröffentlichten Grundlagenforschungen gehören auch die Bücher von Azada Musabayli "Scheich Ibrahim Gülschani Bardai und sein türkischer Divan" (Baku, 2012) und des türkischen Wissenschaftlers Mehmet Rihtim "Seyyid Yahya asch-Schirvani al-Bakuvi Schafa al-Asral" (Baku, 2010).

Von besonderem Interesse für die Forschung der philosophischen Weltanschauung Chalvatiya kann eine vergleichende Analyse der veröffentlichten Traktate von M. Rihtim und J. Hajiyev über Bakuvi und Mouskouri sein.

Die Leser der Zeitschrift "Probleme der orientalischen Philosophie" und die Internetbesucher können die Informationen über das Erbe von Seyyid Yahya Bakuvi und der Bewegung Chalvatiya auf den Internetseiten www.orientalphilosophy.org und www.forum.orientalphilosophy.org finden.

Wir sind bereit auf diesen Internetseiten und Seiten der genannten Zeitschrift Ihre Vorstellungen zu den oben genannten Fragen sowie Fragen, die Sie im Zusammenhang mit der Forschung des Erbes von Seyyid Yahya und Chalvatiya vorschlagen können, zu veröffentlichen.

Für uns sind auch Ihre Meinungen über die im Online-Forum vorgestellten Themen, das der Forschung der Geschichte der Philosophie der Völker der islamischen Welt im Zusammenhang mit der Geschichte der Weltphilosophie gewidmet ist (www.forum.orientalphilosophy.org).

 


Author : Admin | Date: 8-06-2013, 11:07 | Views: 0